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Amor und Psyche bei der Partnersuche
In seinem Hauptwerk „Die Traumdeutung“ (1900) entfaltete Sigmund Freud die Grundzüge seiner psychoanalytischen Theorie. Viele psychische Phänomene entlehnte Freud begrifflich der griechischen und römischen Mythologie, etwa den Ödipus-Komplex oder den Narzissmus. Und selbst die Bezeichnung des eigentlichen Forschungsgegenstandes der Psychoanalyse entstammt dem mythologischen Bereich. Der Fachbegriff für die Seele entstammt einer Geschichte aus dem Roman „Der goldene Esel“ des Apuleius aus dem Jahre 170 n. Chr.
Amor verliebt sich in die schöne Prinzessin Psyche, obwohl er von seiner Mutter Aphrodite den Auftrag erhält, sie zu bestrafen, weil Psyche mit ihrer Schönheit in direkter Konkurrenz gegen Aphrodite angetreten ist. Nach einem Orakelspruch wird Psyche auf eine Felsklippe gebracht um dort einem grässlichen Ungeheuer geopfert zu werden.
Zephyr weht sie zum prunkvollen Schloss Amors. Psyche ist erstaunt, dass sie nicht, wie angekündigt, in den Fängen des Dämons, sondern in Amors lieblichen Armen landet. Niemand darf wissen, dass es sich um den Liebesgott handelt. Psyche darf ihm nur im Dunklen begegnen, damit auch sie nicht weiß, wer er wirklich ist. Vor Einsamkeit sehnt Psyche sich nach Gesellschaft. Sie darf deshalb ihre beiden neidischen Schwestern sehen. Sie reden ihr ein, dass ihr Geliebter ein Ungeheuer sei, das sie töten wolle, und sie solle dem zuvor kommen. Als sie aber dann Amor im Schein ihrer Lampe entdeckt, wird sie von tiefer Liebe ergriffen. Beim ungeschickten Versuch, ihn zu umarmen, verbrennt sie ihm seine Schulter mit dem siedenden Öl ihrer Lampe. Der verletzte Amor verlässt sein Schloss und lässt seine untröstliche Psyche zurück. Hinzu kommt jetzt der wiedererweckte Zorn der Aphrodite, als sie erfährt, dass Amor ihren Auftrag nicht wunschgemäß ausführte. Aphrodite stellt Psyche unlösbare Aufgaben, die Psyche aber auf wundersame Weise dennoch lösen kann. Als letzte Aufgabe soll Psyche eine Büchse mit purer Schönheit aus der Unterwelt holen. Bei ihrer Rückkehr öffnet sie die Büchse, um sich ein wenig von ihrer verlorenen Schönheit zurückzuholen. Tödlicher Schlaf überkommt sie, doch der genesene Amor rettet sie. Zeus vermählt beide und macht Psyche zu einer Unsterblichen.
Nach Freud liegen allen unseren Handlungen Motive aus unserer Psyche zu Grunde. Die Psyche bezeichnet das System, in dem die affektiven und rationalen Motive unserer Handlungen gründen. Psychologische Erkenntnisse bilden auch das Fundament einer modernen Partnervermittlung. So ist es möglich, sich nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen auf Partnersuche zu begeben.
Drucken | 19-02-2008, 15:56:44 | GabiEP
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